Diagnostische Leistungen

Im Rahmen der stationären Aufenthalte und ambulanten Visiten werden die Patienten ärztlich untersucht. Hierbei wird der Schwerpunkt der Untersuchung auf die Grunderkrankung abgestimmt (neuropädiatrisch, muskulo-skelettal etc.).
 

Zusätzlich  werden verschiedene Messmethoden eingesetzt um den Erfolg des Rehabilitationskonzeptes beurteilen zu können.

Knochen- und Muskelmassen-Bestimmung

Dual Energy X-ray Absorptiometry (DEXA)
Durch die einfach durchzuführende Knochendichtemessung mittels Dual Energy
X-ray Absorptiometry (DEXA) wird bei dem Patienten die Ganzkörperzusammensetzung bestimmt. Dies bedeutet, dass genau gemessen werden kann, wie viel Knochen, Muskulatur und Fettgewebe der Patient hat. Im Rahmen dieser Messung kann die Verteilung der Muskulatur auf Arme und Beine bestimmt werden und es kann gezeigt werden, ob im Verlaufe der Rehabilitationsmaßnahme die Muskelmasse zunimmt.

Periphere quantitative Computertomographie (pQCT)
Um Aussagen über die Knochenstabilität zu erhalten, werden Untersuchungen des Unterschenkels oder Unterarms durchgeführt. Mit dieser Methode lassen sich ebenfalls Veränderungen während der Trainingsphasen feststellen. Diese Untersuchung erfolgt bei auffälligen DEXA-Befunden.
 

Muskelkraft- und Muskelfunktionsmessungen

„Leonardo-Tilt-Table“ angepasst für nicht gehfähige und nicht stehfähige Kinder.
Die Muskelkraft der Beine wird mit einer dieser Messplatte analysiert, mit der die Bodenreaktionskraft gemessen werden kann. Hierzu liegen die Patienten auf einem Kipptisch und versuchen möglichst viel Gewicht mit ihren Beinen zu übernehmen beziehungsweise sich von der Messplatte abzudrücken. Hierbei können sowohl die Muskelkraft als auch die Muskelfunktion der Beine im Liegen beurteilt werden.

Die Muskelkraft der oberen Extremitäten wird mittels eines Griffstärke-Dynamometer gemessen.
 

Quantifizierende Messungen der Mobilität und Beweglichkeit

Gross-Motor-Function-Measurement-Test (GMFM)
Zur Erfassung der motorischen Fähigkeiten der Patienten wird zu Beginn der Rehabilitationsmaßnahme der „GMFM-Test“ durchgeführt. Dieser Test der motorischen Funktionen spiegelt umfassend die Fähigkeiten der Patienten im Liegen, Sitzen, Knien, Stehen und Gehen wieder. Entsprechend der motorischen Entwicklung werden gegebenenfalls individuelle Funktionsebenen longitudinal erfasst.

 

Mechanographische Ganganalyse
Bei Patienten, die selbstständig oder mit Hilfsmitteln gehfähig sind, wird eine Ganganalyse durchgeführt. Hierbei gehen die Patienten über eine 6 m lange Platte, die mit Messsensoren ausgestattet ist. Neben der Schrittlänge und Geschwindigkeit kann auch die Verlagerung des Körperschwerpunktes beurteilt werden. Hieraus kann man Rückschlüsse auf die "Gangsicherheit" des Patienten ziehen.