Ambulante Medizinisch-Lebenswelt orientierte Rehabilitation (AMLOR)

Mit Änderung des §15a SGB VI können jetzt auch Kinder und Jugendliche aus dem Rheinland mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen sowie mit Übergewicht bei der UniReha eine ambulante Reha machen. Das neue ambulante Reha-Konzept entstand berufsgruppenübergreifend in Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rehabilitationsmedizin, Sozialmedizin, Orthopädie, Physiotherapie, Ergotherapie, Sportwissenschaften, dem Psychosozialen Dienst und der Ernährungsberatung. 

AMLOR - das steht für „Ambulante Medizinisch-Lebenswelt orientierte Rehabilitation“. Unser Ziel ist die zeitliche Vereinbarkeit: Das Konzept soll mit der Lebenswirklichkeit unserer Patienten – mit Schule, Ausbildung und dem Familienalltag – in Einklang zu bringen sein und so gesundheitlich beeinträchtigten oder chronisch kranken Kindern und Jugendlichen und ihren Familien eine praktische und lebensnahe Unterstützung an die Hand geben, sie in ihrem individuellen Lebensalltag integrieren und dauerhaft verankern. Kindern und Jugendlichen soll ein neues Körperbewusstsein und die Motivation zurückgegeben werden, in Bewegung zu bleiben und aktiv im Leben zu stehen.

Über sechs Monate wechseln sich wöchentliche Therapiephasen am Nachmittag mit zweiwöchentlichen einzelnen Therapieeinheiten ab. Ein wesentlicher Therapiebaustein ist dabei die Anleitung für ein Trainingsprogramm, das zu Hause fortgeführt wird.

Die Kosten übernimmt die DRV Rheinland.

Ablauf

Das Angebot einer 6-monatigen, schul- bzw. ausbildungsbegleitenden Therapie umfasst 3 Zyklen à 2 Monaten. 

Die Therapieeinheiten finden jeweils ambulant am Nachmittag statt.

Ein Zyklus besteht aus einer Intensivwoche (5 Therapieeinheiten) und einer 6-wöchigen Zwischenphase (eine Therapieeinheit alle 14 Tage).

Indikationen

Neuromuskuläre Erkrankungen:

  • Zerebralparesen 
  • Osteogenesis imperfecta 
  • Spina Bifida 
  • Spinale Muskelatrophie 
  • Paraparese und Paraplegie, Tetraparese und Tetraplegie 
  • Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen
  • Symptome, die das Nervensystem und das Muskel-Skelett-System betreffen 
  • Hereditäre Ataxien 
  • Primäre Myopathien 
  • Angeborene Fehlbildungen des Gehirns 
  • Angeborene Fehlbildungssyndrome mit Beteiligung mehrerer Systeme 
  • Chromosomenanomalien 
  • Hemiparese und Hemiplegie 
  • Epilepsie 
  • Arthrogryposis multiplex congenita 
  • Congenital Disorder of Glycosylation (CDG Syndrom) 
  • Ataktischer Gang, Gang-Ataxie R26.0
  • Paretischer Gang, spastischer Gang, paralytischer Gang 
  • Gehbeschwerden 
  • Hereditäre und idiopatische Neurpathie

Skeletale Erkrankungen:

  • Zustand nach Extremitätenamputation 
  • Skoliose
  • Osteogenesis imperfecta 
  • Arthrogryposis multiplex congenita

Adipositas

  • Adipositas
  • Folgen der Überernährung
Kontraindikationen

  • Unbehandelte antibiotikaresistente Keimbesiedlung
  • Frische Frakturen
  • Unbehandelte psychische Erkrankungen 
  • Organische oder syndromale Adipositas 
Kosten & Antragstellung

Die Kosten trägt die 

Deutsche Rentenversicherung Rheinland
Service-Zentrum Köln
Bereich Rehabilitation
Lungengasse 35 , 50676 Köln

Ansprechpartner:
Michael Rath, Sachgebietsleiter Bereich Rehabilitation in Köln
Telefon: +49 221 331-7210

Auf der Webseite der DRV Rheinland finden Sie die entsprechenden Formulare.

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